EK oder EY?

Welche Airline bietet mehr in der Holzklasse:
Emirates (EK) oder Etihad (EY)?

Nach einigen Flügen mit beiden Fluggesellschaften in den Fernen Osten ist es Zeit, einen Vergleich zu ziehen. Mit einigen Kniffen kann man auch in Economy einigermaßen frisch nach Asien (und zurück) kommen.

Sitzplatz
Bei Emirates kann direkt bei der Buchung der Sitzplatz ausgewählt werden. Gesperrt sind die exit-rows, die werden erst bei Check-In vergeben. Hier sollte man unbedingt nachfragen! Bislang habe ich stets Glück gehabt und einen Sitz mit extra Beinfreiheit erhalten (Businessclass des kleinen Mannes).

Da ich bei Etihad-Partner Air Berlin gebucht habe, musste ich tatsächlich das Etihad-Callcenter anrufen, um Sitzplätze zu reservieren. Bei Check-In waren die allerdings anderweitig vergeben. Das ist ärgerlich und unprofessionell! Plätze in der exit-row werden für teuer Geld verkauft.

Vorteil EK

Entertainment
Viele lieben den A380 – mir ist es eigentlich schnuppe in welchem Flieger ich sitze. Das Schöne ist jedoch, dass der Emirates‘ A380 mit noch mehr Kameras ausgestattet ist als deren B777. So konnte ich Start und Landung live mitverfolgen. Das ist witzig. Die Film-/Serienauswahl ist riesig. Das Internet gibt es für lau!

Spannend ist in Etihads Dreamliner das Live-TV, das lief zwischen DUS und AUH sehr flüssig (Fußball EM live). Im älteren A340 gibt es so etwas schönes leider nicht. Die Filmauswahl ist ok, könnte jedenfalls etwas größer sein (gilt ebenfalls für Serien und Musik). Völlig unverständlich sind für mich zwei Dinge:
1. Das Entertainment-Programm wird in der Economy (und nur hier) gefühlt eine halbe Ewigkeit nach Start/vor Landung komplett abgeschaltet – wtf?!
2. Das Internet kostet Geld. Viel Geld.

Vorteil EK

Verpflegung
Emirates bietet eine Vielzahl verschiedener Auswahlmöglichkeiten direkt bei Buchung (später kann man sich immer noch um-/entscheiden) an. Da ist für jeden etwas dabei: Von Fleisch über koscher (!) bis nur vom Baum gefallen. Das ist vorbildlich! Während des Fluges kann man immer zu den Bordküchen gehen und sich mit Snacks und diversen Getränken eindecken (Bier geht immer).

Bei EK gar kein Problem/Umstand: Koscheres Essen. Schmeckt auch.

Da ich via Air Berlin (wie gesagt: Etihad-Partner!) gebucht habe, konnte ich online gar nichts auswählen. Übrigens auch nichts für den einen Flug mit AB. Das ist in beiden Fällen einfach nur peinlich. Die Verpflegung während des Fluges war hier auch sehr gut.

Eco-Essen bei EY. Bei Abflug D gibt’s auch Beck’s.

Die Qualität des Esens liegt bei beiden auf einer Höhe. Die Auswahl nicht:

Vorteil EK

Transfer
Da beide Airlines auf dem Weg nach Asien einen Umstieg vorsehen, wird dieser auch bewertet. Für mich gut: Beide starten/landen u.a. in DUS

Sowohl in Dubai als auch in Abu Dhabi kommt es häufiger vor, dass Flugzeuge auf dem Rollfeld parken müssen. Damit muss man rechnen. Das ist dann auch eine der wenigen Möglichkeiten, mit der meist sehr heißen Wüstenluft in Kontakt zu kommen (auch nachts).

In DXB muss regelmäßig das Terminal gewechselt werden (auch bei Ankunft und Weiterflug EK): Das nervt. Der Airport scheint übervölkert.

In AUH gibt es bei der Route DUS-AUH-ICN kurze Wege. Mehr noch: Der Pret-To-Go liegt auf dem Weg und ist sehr zu empfehlen.

Vorteil EY

Alles in allem gewinnt Emirates.
Hier kann man bei Buchung bereits Sitzplatz und Essen auswählen – ganz ohne zusätzliche Kosten. Während des Fluges wird auch einfach mehr geboten, so dass das Fliegen hier entspannter und angenehmer verläuft.
Weiterer Vorteil, der nicht in die obigen Kategorien passt: Die Freigepäckmenge liegt bei Emirates bei 30 kg – das muss erst mal jemand nachmachen (oder schleppen…).

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